Machen ist krasser

Die AbsolventInnen der Modefachschule Sigmaringen feierten vergangene Woche das Ende ihrer Ausbildungszeit. Ihre Abschlusskollektionen beweisen: solides Handwerk und Kreativität lassen sich auch von einer weltweiten Pandemie nicht ausbremsen. Sondern haben Zukunft.

Sigmaringen (kok). Nach vorne denken, Ideen stärken und Zukunft gestalten: Krisen können produktive Zustände sein. Wohl kaum ein Abschlussjahrgang der Modefachschule Sigmaringen hat das bisher so unter Beweis gestellt, wie der diesjährige. Gut die Hälfte der dreijährigen Ausbildungszeit absolvierten die nunmehr „Staatlich geprüften ModedesignerInnen“, von denen bei einem coronakonformen Festakt am Sigmaringer Karls Hotel vergangene Woche außerdem 21 SchülerInnen zusätzlich ihre Lossprechung als MaßschneidergesellInnen seitens der Handwerkskammer Reutlingen erhielten, unter Pandemiebedingungen. Sowohl der praktische wie auch theoretische Unterricht des staatlich anerkannten Berufskollegs für Mode und Design fanden aufgrund der geltenden Maßnahmen in den vergangenen eineinhalb Jahren zum Teil komplett digital statt. Ein ausgeklügelter medienpädagogisches Konzept – vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg bereits im Rahmen des Digitalpakts zertifiziert – sowie die Ausstattung mit modernster Technik machten dies möglich. Zudem motivierte die Aufgabenstellung für die Abschlusskollektion die AbsolventInnen der Modefachschule Sigmaringen dazu, auch und gerade unter nicht immer einfachen Bedingungen ihre Zukunft und die Zukunft der Mode zu gestalten. „Das Handwerk erfährt gerade jetzt einen Aufschwung. Können wird sich durchsetzen“ – diese Worte gaben die Schulleiter Christiane und Hartmut Hopf darum ihren ehemaligen Eleven bei der Feier auch mit auf den Weg.

Eine positive Zukunft imaginieren anstatt in Passivität versinken. Proaktiv weiterdenken, und nicht nur reaktiv auf eine Revolution, auf Veränderungen warten – angelehnt an ein Zitat des Innovationsphilosophen Christopher Burkhardt sollten die jungen DesignerInnen, von denen viele sich an der Modefachschule Sigmaringen auch zu MaßscheiderInnen ausbilden ließen, als Abschlussaufgabe eine Kollektion aus mindestens sechs Outfits entwerfen und auch anfertigen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Veranstaltung im Foyer sowie vor allem auf der Terrasse des Karls Hotel und vor der malerischen Kulisse des Sigmaringer Schlosses in Form von professionellen Fashionfotografien auf Roll-Ups präsentiert.

Die frisch gebackenen DesignerInnen und MaßschneiderInnen der bereits über 100 Jahre alten Schule zeigten dabei nicht nur schön Anzusehendes, sie reflektieren in ihren Arbeiten auch Fragen, denen sich Mode heute stellen muss. Und zeigten, wohin der Trend geht: zu Vielfalt und anspruchsvoller langlebiger, individueller Mode – sogenannter „Slow Fashion“ –, die saisonale Trends überdauert. Die 19-jährige Emilie Weidenhiller beispielsweise sprach mit ihrer Kollektion „Poised“ das Thema „Body Positivity“ an und entwarf freche, Selbstbewusstsein vermittelnde Businesskleidung für Frauen mit Plus-Size-Größe. Die Cruise-Kollektion „Blanc de Noir“ des 22-jährigen Maurice Ettl machte nicht nur Lust auf Meer, sondern sensibilisierte auch für Ozeane als schützenswerter Lebensräume. Nicht nur die Arbeiten dieser beiden DesignerInnen weisen damit in eine positivere Zukunft, in der Machen krasser und stärker ist als alles, was sich dem Leben in den Weg stellt.

 

Bildinformationen:

1a) Die SchülerInnen des aktuellen dritten Jahrgangs feierten mit einer coronakonformen Veranstaltung am Karls Hotel ihren erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur/zum ModedesignerIn und/oder zur/zum MaßschneiderIn. (Gruppenbild nach 3-G-Regel; nicht alle AbsolventInnen abgebildet)

1 b) 21 AbsolventInnen der Modefachschule Sigmaringen erhielten nicht nur den Abschluss als ModedesignerInnen, sondern auch ihre Lossprechung als MaßschneiderInnen von der Handwerkskammer Reutlingen. (Gruppenbild nach 3-G-Regel; nicht alle AbsolventInnen abgebildet)

2 a+b) Jeder Körper ist schön: Absolventin Emilie Weidenhiller von der Modefachschule Sigmaringen setzt mit ihrer Abschlussarbeit, einer Business-Kollektion für Frauen mit Plus-Size-Größe, ein Zeichen für Body Positivity und Selbstbewusstsein.

3 a+b) Maurice Ettl von der Modefachschule Sigmaringen macht mit seiner Abschlusskollektion „Blanc de Noir“ nicht nur Lust auf Meer, sondern thematisiert auch die Gefährdung dieses besonderen Lebensraums.

4) Das Hohenzollerische Kürassier-Regiment Sigmaringen, das 1989 auch zum Staatsempfang des damaligen sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow vor dem Stuttgarter Schloss auftrat, würdigte die Leistungen der AbsolventInnen der Modefachschule Sigmaringen vor dem Karls Hotel und der malerischen Kulisse des Schlosses Sigmaringen mit einer Parade.

 

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