Elias Kremer

Eine Zeit fürs Leben

"Sechs intensive Monate in der Meisterklasse für Massschneider - für mich war das eine Zeit in der ich nicht nur Unterrichtsstoff, sondern tatsächlich fürs Leben gelernt habe."


Eine Zeit fürs Leben

Elias, Absolvent der Maßschneiderklasse und aktuell Assistent für Maßschneider und Individuelle Module an der Modefachschule Sigmaringen

„Eine Woche zuvor hatte unsere Abschlussmodenschau stattgefunden. Und schon ging es mit dem Meisterkurs für MaßschneiderInnen weiter! Sechs Monate lang, wochentags Unterricht von 8 bis 17 Uhr und eine Menge Lernstoff aus den Bereichen Unternehmensgründung 

oder -führung, aus Steuerrecht, Buchhaltung, Betriebswirtschaftlehre, Recht oder Pädagogik und vielem mehr. Das klingt erst einmal nach ziemlich intensivem Input. Und das ist es auch, da will ich nichts verheimlichen! Am Abend eines Unterrichtstages waren wir alle immer ziemlich geschafft. Aber ich hatte nie das Gefühl, den Berg an Lernstoff oder die Prüfungen nicht meistern zu können. Im Gegenteil! Die Lehrer haben uns super auf alles vorbereitet und uns mit ihrer Begeisterung angesteckt. 

Während des Unterrichts ergaben sich zum Beispiel immer wieder spannende interessante, aber auch teilweise hitzige Diskussionen über die verschiedensten Themen. Wer nicht mitdiskutierte, hörte aufmerksam zu. Andere schrieben mit und wieder andere versuchten sich in Ü̈bungsaufgaben. Und dann kam es auch schon vor, das zwischendrin plö̈tzlich alle zu lachen anfingen, weil der Lehrer einen Witz erzählt hatte. Echt! 

Jedenfalls verging so ein Unterrichtstag wie im Flug. Mal waren wir müde, vor allem nachmittags, dann wieder hochkonzentriert. Oft saßen wir in den Pausen in der Sonne oder abends beim Essen zusammen und unterhielten uns über den Tag und das, was wir im Unterricht erfahren hatten. So sehr fesselten uns die Themen! Trotzdem war´s gut, dass im Rahmen des Meisterkurses immer wieder kurze Ferien eingeplant waren. Schließlich lernt es sich am besten, wenn man zwischendurch Zeit hat, sich zu regenerieren. 

Wir beschäftigten uns im Unterricht übrigens nicht nur mit Theorie, sondern wir bekamen immer auch interessante Tipps für die Praxis. Etwa was die eigenen Rechte bei einem Kaufvertrag betrifft. Und wir lernten nicht nur selbst, sondern machten uns auch Gedanken darüber, wie es ist, wenn man selbst als Maßschneider Azubis ausbildet. Während dieser Zeit war der Unterricht ganz besonders gestaltet. Vieles haben wir in der Gruppe oder in Rollenspielen erarbeitet. Dabei saßen wir auch schon mal draußen im Grünen statt in den Unterrichtsräumen. Und wir durften unsere Ideen oder Erfahrungen aus der eigenen Schulzeit mit einbringen! Ich hatte das Gefühl, dass ich mir gerade aufgrund dieser unkonventionellen Unterrichtsweise alles sehr gut einprägen konnte. In Momenten wie diesen habe ich gemerkt, dass es nicht nur ein Spruch ist, wenn es heißt: Nicht für die Arbeit, sondern für das Leben lernen wir. 

Die Prüfungsergebnisse meines Kurses unterstreichen das: Unsere Gruppe hat laut Bildungsakademie bei einer der Zwischenprüfungen die besten Zensuren erreicht. Das macht natürlich stolz. Und motiviert. Gerade für den größten Teil des Meisterkurses: das Meisterstück. Hier ging es um das, woran ich am meisten Spaß habe. Ums Handwerk. Wie soll das Modell aussehen? Wer soll es tragen? Welches Material nutze ich? Wie ist mein Konzept? Wie misst man richtig aus? Wie kalkuliere ich einen Auftrag korrekt? Wie setzt man Figurbesonderheiten schon von vornherein im Schnitt um? Endlich konnten wir das, was wir die drei Jahre zuvor in der Ausbildung zum Modedesigner gelernt hatten auch umsetzen. Da wir die Grundlagen bereits kannten, ging es jetzt an die speziellen Fähigkeiten eines Meisters. Unsere Fachlehrer unterstützten dabei jeden Einzelnen von uns ganz individuell. Nebenher arbeiteten wir auch an den Mappen, die der Handwerkskammer vorgelegt werden: Wir erfanden eine Geschichte zu unserer hypothetischen Kundin oder unserem Kunden, fü̈hrten eine Farb- und Stilberatung durch, erstellten eine Kundenkartei. Wir fertigten technische Zeichnungen an, zeichneten Modellvorschläge, schrieben Modellbeschreibungen, Materialauflistungen und mehr. 

Unsere Ideen wurden endlich Realität. Was für ein cooles Gefühl, wenn am Ende das Model ein Kostüm oder einen Anzug trägt – von dir genäht – und dein Design, deine Maßarbeit der Prüfungskommission vorgestellt wird!“ 

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