Vidya-Award 2017 – Die Vorbereitungen

Der Vidya-Award geht in die nächste Runde: Im Jahr 2015 begann mit dem Entwurf des schlichten Kleidermodells „Skyline“ mit raffiniertem Wolkenkratzer-Aufdruck die Erfolgsgeschichte der kleinen, aber feinen Vidya-AG der Modefachschule Sigmaringen.

Erstmals erreichte die Arbeitsgemeinschaft den ersten Platz des Vidya-Awards, bereits im darauffolgenden Jahr gelang ihr mit dem dreiteiligen Sportensemble „Focus“ die Titelverteidigung.

Die Herausforderung im Jahr 2017: Berufsbekleidung. Von ersten Skizzen über die Auswahl des finalen Entwurfs und die Schnitterstellung mithilfe des computergestützten Konstruktionsprogramms CAD-Assyst bis hin zur Realisation umfasst die Aufgabenstellung alles, was in das Berufsbild eines jeden Modedesigners fällt, zusätzlich wird die Abgabe einer Dokumentationsmappe gefordert und nicht zu vergessen das eigentliche Herzstück der Award-Teilnahme: die 3D-Simulation des Outfits an einem realitätsnahen, virtuellen Avatar.

Während den Vorbereitungen verriet mir das Team bestehend aus den Abschlussschülern Lena Sielemann und Elias Kremer unter der Leitung von Martina Baldus, Dozentin für CAD an der Sigmaringer Modeschule, in einem aufschlussreichen Interview, wie sie die Projektarbeit erleben, wie zufrieden sie mit dem neuen, noch geheimen Design sind und was sie sich von der erneuten Teilnahme am Vidya-Award erhoffen.

Wie lautet das diesjährige Thema? Wie lange dauerte die Entscheidung, mitzumachen und warum?

Lena: Aus verschiedenen Kategorien unter dem Motto „Berufsbekleidung“ haben wir das Berufsfeld der Krankenschwester gewählt. Da wir beide großes Interesse am Fach Computertechnik haben, genügte ein Blick in die Runde und die Teilnahme war beschlossene Sache!

Elias: Die Entscheidung ging aufgrund der neuen Herausforderung und dem Ehrgeiz, nochmals zu gewinnen, wirklich sehr schnell!

Welche Aussage beabsichtigt ihr mit eurem Outfit?

Lena: Das Design enthält viele praktische Eingriffstaschen, ist daher funktionell, verfügt aber gleichzeitig über einen neuartigen, modernen Look. Klassische Elemente schaffen Verbindung zu der schlichten, zurückhaltenden Bekleidung, die in Krankenhäusern allgegenwärtig ist.

Elias: Schöne Kleidung im Krankenhaus und in Arztpraxen soll für das Wohlbefinden bei den Patienten sorgen. Diesen Zukunftsgedanken haben wir uns zur Aufgabe gemacht und uns für die Berufsgruppe des medizinischen Personals entschieden.

Mit welchen Materialien habt ihr gearbeitet? Auf welche Farben habt ihr euch geeinigt? Mit welchen besonderen Details hebt sich das Vidya-Projekt vom bekannten Klinik-Look ab?

Elias: Die Hose und das passende Oberteil sind in den Farben Marineblau und Weiß gehalten, Baumwoll-Elasthan als hochbelastbares Funktionsmaterial, welches darüber hinaus fett- und flüssigkeitsabweisend und bei 95°C waschbar ist, dient als Hauptmaterial. Eingearbeitete Taschen bieten Platz für kleine Alltagshelfer wie Thermometer, Kugelschreiber und Stethoskope.

Lena: Wir haben uns extra nach Stoffen erkundigt, die den Hygienestandards entsprechen und bei hoher Temperatur waschbar sind. Mit der Unterstützung unserer Lehrerin Frau Erb haben wir eine Firma gefunden, die uns großzügig mit Stoffmustern versorgt hat. Das Oberteil an sich ist hochgeschlossen, schräge Streifen zieren das Outfit, die Taschen sind erst auf den zweiten Blick sichtbar.

Welche Arbeitsbereiche umfasst die Teilnahme am Vidya-Award? Wie seid ihr mit dem Zeitaufwand zurechtgekommen?

Lena: Es dreht sich alles um den Entwurf, Schnitt, den Nähprozess und natürlich die Simulation. Dazu wird eine Mappe erstellt, die alle Arbeitsschritte dokumentiert, unsere Idee von der Recherche bis hin zum fertigen Teil darstellt und die Zielgruppe beschreibt. Im Nachhinein muss ich feststellen, dass wir auch neben dem normalen Schulalltag überraschend zügig vorangekommen sind.

Elias: An dem finalen Look haben wir gemeinsam gefeilt, auch der Schnitt entstand in Partnerarbeit. Die Simulation habe ich übernommen, genäht wurde im Anschluss wieder zusammen und die Mappe wird Lena fertigen.

Nun seid ihr beide Schüler des dritten Ausbildungsjahres: Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Vidya-AG?

Elias: Wir brauchen neue Interessenten, denn Lena und ich halten bald unseren Abschluss in den Händen. Dann ist der Nachwuchs gefragt!

Lena: Ich bin beispielsweise auch erst im letzten Schuljahr zur Vidya-AG gestoßen und trotz der Prüfungen und Abschlussmodenschau, die im letzten Jahr anstehen, konnte ich erste Erfahrungen mit dem Programm machen und mich recht gut in die Gruppe eingliedern.

Mit welchem Gefühl gebt ihr eure Einsendung ab? Welche Reaktionen erhofft ihr euch?

Lena: Mit dem Thema an sich war ich von Beginn an sehr zufrieden. Mir gefällt das Endergebnis, es ist ein cooles, neues Design entstanden! Auch dass wir uns im Fach Technologie gerade erst mit Funktionsbekleidung beschäftigt haben, erleichterte das Verständnis für die Wahl hygienisch ausgerüsteter, pflegeleichter Materialien.

Elias: Wir können mit einem sehr guten Gefühl abgeben, aber die Konkurrenz bei diesem Wettbewerb schläft nicht. Es verspricht also, spannend zu bleiben!

 

Nach dem Einsendeschluss Ende März wissen wir dann mehr: Die Auswertungen werden entscheiden, welche Teams sich den Weg nach München zur Preisverleihung des Vidya-Awards im Rahmen des Fashion Forums 2017 sichern konnten und die Chance haben, auf das Siegertreppchen zu steigen.

Die gesamte Media-Gruppe wünscht der Vidya-AG weiterhin gutes Gelingen und drückt die Daumen. Auf dass ihr zum wiederholten Male für eure Mühen belohnt werdet!


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