Schmucktechniken Teil 1: Stickerei

Stickerei- Eine Schmucktechnik zur Veredelung von Textilien. Mit Hilfe von Nadel und Garn kann man Textilien, wie Kissen, Tischdecken oder jegliche Arten von Bekleidung verzieren und individualisieren, indem man den Stoff durchsticht und mit bestimmten Mustern bestickt.

Viele Menschen denken bei dem Begriff „Stickerei“ oft an ältere Damen im Schaukelstuhl, die ein Tuch besticken. Der Kenner jedoch weiß, dass in der heutigen Modewelt, besonders in der Haute Couture die Stickerei gar nicht mehr wegzudenken ist. Diese äußerst hochwertige Handarbeit jedoch gab es schon lange Zeit vorher.

Die genaue Herkunft der Stickerei ist nicht bekannt, dennoch ist es sehr auffällig, dass diese in weltweit verschiedenen Kulturen gepflegt wurde. Die ältesten Stickbeispiele jedoch fand man in Asien, Ägypten und Südamerika aus der Zeit ca. 5000 vor Christus. In den Anfängen der Stickerei wurden zunächst einfache geometrische Figuren gestickt. Aus diesen entwickelten sich kompliziertere Muster wie Blüten, Blätter und schlussendlich stickte man auch menschliche Figuren. Ein gutes Beispiel hierfür wäre der Wandteppich der Hmong (asiatisches Bergvolk), der von ihrer Tradition und Geschichte erzählt.

Das Besticken von Bekleidung fand man vorerst nur auf Gewändern von Königen, Adligen und Geistigen. Sie war ein Zeichen des Wohlstands und der Macht, da sie stets mit einem hohen Aufwand und Kosten verbunden war. Mit zunehmendem Bildungsniveau wurde die Stickerei immer Beliebter und erreichte zunächst in England und später in Burgund einen Höhepunkt in der Geschichte der Bekleidung. Erst zur Zeit des Biedermeiers wurde die Stickerei in privater Bekleidung aufgegriffen, da sie hier oft als Freizeitbeschäftigung bürgerlicher Frauen ausgeübt wurde. Die belibtesten Stiche waren der Kreuzstich, Kettstich, Spannstich und Fischgrätenstich. Mit diesen Stichen wurden Stuhlbezüge, Tischdecken und andere Dinge im alltäglichem Gebrauch verziert.

Mit der Zeit gewann die Stickerei zunehmend an Bedeutung. Da sie sehr zeitaufwendig war konnte man der großen Nachfrage nicht mehr entsprechen. Durch den Überhang der Nachfrage versuchten Erfinder das aufwendige Handsticken durch Maschinen zu vereinfachen und zu Beschleunigen. Im 19. Jahrhundert entwickelten die Schweizer Franz Rittmeyer und Anton Vogler die erste Stickmaschine. Diese zog den Faden durch ein vertikal gespanntes Stoffteil hin und her. Sie arbeitete nach demselben Prinzip wie die heutigen modernen Stickmaschinen.

Heutzutage gibt es keinen Betrieb mehr, der ohne moderne Stickmaschinen arbeitet. Sie bieten eine Vielzahl an Funktionen wie z.B. Musterwiederholungen, Aussenkonturen erstellen, Paillettensticken usw. Sie sind elektronisch gesteuert und leisten bis zu 1400 Stiche in der Minute. Um eine detailgenaue Darstellung zu erreichen wird bei computergesteuerten Stickmaschinen oft eine Punchsoftware eingesetzt. Nur einmal muss man alle nötigen Einstellungen eingeben, dann kann die Maschine selbstständig und ohne jegliche Aufsicht das Stoffteil vollständig besticken.


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