Zusätzlicher

Meisterkurs
Beginn 09.03.2020

aufgrund hoher Nachfrage

Schuljahr 2019

Einschulung noch bis
15.11.2019 möglich

MoFa x Paris Fashion Week

Jogginghose, Sneaker, der kuscheligste Pullover und kein Make-Up. Das klingt so gar nicht nach Fashion Week. Doch genau so starteten wir (Jule, Olivia und ich) unsere Reise nach Paris, ganz früh am Samstag Morgen, genauer gesagt um 3:30 Uhr. Etwas müde aber mit voller Vorfreude auf die nächsten Tage, bepackten wir den VW Caddy und machten uns auf die 8-Stündige Fahrt in die Stadt der Mode. Der Grund für die früher Abreise war, dass uns ein ehemaliger Schüler der Modefachschule, Johannes Peetz, in den Showroom des Modehauses „Akris“ eingeladen hatte. Bereits um 13:30 Uhr wurden wir dort erwartet.  Doch davor hatten wir noch ein großes Abenteuer vor uns. Um nicht ganz Paris-untauglich zum Termin zu erscheinen und die Spuren der schlaflosen Nacht wegzuschminken, wollten wir eine Toilette aufsuchen, wo wir uns auch umziehen könnten.  Doch in der Theorie klang es um einiges einfacher als in der Praxis. In den Vorstädten von Paris gab es entweder gar keine Tankstellen oder nur ganz ekelhafte Klos. Schlussendlich stellten wir uns der Herausforderung und quetschen uns zu dritt samt Koffer und Kleidersäcken in eine kleine, heruntergekommene Toilette. Der Tankstellen-Wart machte ganz große Augen.

Wie neu geboren, verließen wir unseren umfunktionierten „Beauty-Room“ und waren nun bereit für die Straßen der Hauptstadt. Nachdem auch die Mission „Parkplatz-Finden“ gemeistert war, suchten wir den Showroom des Schweizer Modehauses „Akris“ auf. Wir freuten uns sehr, Johannes wiederzusehen, als er uns in Empfang nahm. Johannes Peetz machte 2016 seinen Abschluss als Modedesigner und Maßschneider-Geselle und arbeitet seitdem für Akris in Zürich und befasst sich vor allem mit der Herstellung von Prototypen im hauseigenen Atelier.  Im Rahmen der Fashion Week war das ganze Team in Paris um die letzten Vorbereitungen und Änderungen für die große Show im Palais de Tokyo durchzuführen. Johannes hat es uns ermöglicht, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Der Showroom befindet sich in einem wunderschönen Altbau im Pariser Zentrum. Uns hat es förmlich die Sprache verschlagen, als wir durch die Türe kamen. Hohe Decken mit Rosetten aus Stuck und frische Pfingstrosen auf der Kommode spiegelten den Pariser Charme wieder. Obwohl es  sichtlich viel zu tun gab und der Showroom voller Menschen war, hat es mich überrascht, dass überhaupt keine Hektik herrschte. Und das nur einen Tag vor der Show! Auf die Frage, ob es denn stressig sei, antwortete Johannes gelassen: „Ne, es ist eigentlich ganz entspannt, wir sind gut in der Zeit und werden mit allem rechtzeitig fertig!“. Das ist sehr unüblich und bewundernswert, denn als ich letztes Jahr auf der Fashion Week in Berlin gearbeitet hatte, musste ich ganz andere Erfahrungen machen. Es war Stress und Hektik pur! Johannes‘ Aufgabe in Paris war es, die einzelnen Kleidungsstücke passend für die Models abzuändern. Das ist mit viel Verantwortung und hohem handwerklichen Können verbunden. Wir konnten ein Auge auf die noch unveröffentlichte Kollektion werfen und ein Paar Models bei ihren letzten Lauftrainings und Fittings beobachten. Nochmal ein großes Danke an Johannes für diese Möglichkeit! <3

Leider war das Fotografieren meist  nicht gestattet, daher konnten wir nicht all zu viele Bilder machen.

Über AirBnb hatten wir eine kleine, süße Wohnung in Paris gebucht, doch diesbezüglich hatten wir ein großes Glück im Unglück.  Wegen eines Rohrbruchs im Bad konnten wir das Apartment nicht beziehen. Stattdessen wurde uns eine alternative Wohnung zur Verfügung gestellt, die um einiges größer und nur fünf Minuten vom Eiffelturm entfernt war!  Also war es für uns ein Muss, am Abend gemütlich zum größten Wahrzeichen Paris‘ zu laufen, bevor wir uns etwas essbares suchten. Da wir keine Crêperie finden konnten, mussten wir uns mit einem asiatischen Imbiss zufrieden geben, was trotzdem sehr lecker war. Und da wir von der Fahrt sehr müde waren und noch einige Sachen für die Schule erledigen mussten, stand für uns an diesem langen Samstag nichts mehr an. Bilder Eiffelturm: © Tour Eiffel – illuminations Pierre Bideau

Bonjour Paris! Ausgeschlafen und motiviert freuten wir uns auf den Sonntag. Leider verschonte und Paris auch an diesem Tag nicht mit Regen. Gleich zwei große Messen standen für uns heute auf dem Plan. Nämlich die „Premiere classe“ und die „Paris sur mode“.  Mit der Metro machten wir uns auf den Weg und waren sehr gespannt auf die internationalen Aussteller im Bereich Mode und Accessoires.

Die „Premiere classe“ umfasste vier riesige Hallen und bot für jeden Geschmack etwas im Bereich der Taschen, Schuhe, Kopfbedeckungen, Schmuck und anderen Accessoires. Unterschiedlichste Firmen aus z.B. aus Afrika, Deutschland, USA, Japan, China, England, Russland, Schweden und natürlich Frankreich stellten ihre Kreationen aus. Alle anderen Besucher waren Einkäufer und außer uns konnten wir keine anderen Schüler oder Studenten erkennen. Das war für uns ein großer Vorteil, da sich die Vertreter meist freuten, auch mal mit angehenden Modedesignern aus anderen Ländern zu sprechen und nicht nur ihre Designs verkaufen zu müssen. Ich persönlich freute mich sehr, eines meiner Lieblings-Labels aus Deutschland, nämlich „LaLa-Berlin“ dort anzutreffen. Wir konnten viele neue, spannende Kontakte  knüpfen und sogar Praktika vereinbaren. Das kilometerlange Laufen hat sich also gelohnt! Auch hier durfte man nicht immer Fotos machen, doch ein Paar Aussteller hatten nichts dagegen. Einige Eindrücke könnt ihr also in der folgenden Galerie ansehen. Direkt neben der großen Accessoire-trade-show befand sich eine etwas kleinere Modemesse, die „Paris sur mode“. Auch hier gab es einige spannende Newcomer-Designer zu entdecken. Die coolsten Looks meiner Meinung nach, hatten die Vertreter aus Japan. Das hat meinen Traum eines Tages nach Tokyo zu reisen nur größer werden lassen. Nach 6 Stunden pausenlosem Messe-Marathon meldeten sich nun Magen und Füße, also mussten wir uns auf die Suche nach einer netten Sitzgelegenheit mit leckerem Essen begeben. Beim planlosen streunen durch die Gegend, stellten wir fest, dass die Messe nur einige Meter vom Louvre entfernt lag. Und als dann auch noch die Sonne für einige Minuten hervorkam, war unser Sonntag perfekt!

Am Montag Morgen luden wir Johannes zu einem gemütlichen Frühstück in unserer Wohnung ein, um mit ihm in Ruhe zu plaudern und ein kleines Interview zu drehen. (Das Interview werden wir für euch in den nächsten Tagen hochladen.) Es war sehr interessant für uns zu hören, wie ein beruflicher Werdegang nach dem Abschluss auf der Modefachschule aussehen kann.  Nachdem wir uns von Johannes verabschiedet hatten, packten wir unsere Koffer und machten uns auf den Weg nach Sigmaringen. Wegen Stau, Regen und sogar Schnee, waren wir froh, nach 10 Stunden Fahrt, im guten alten Schwabenländle angekommen zu sein. Doch Paris war jede lange Fahrt wert und eine tolle und einmalige Erfahrung, die uns inspiriert und bereichert hat!

Einen genaueren Einblick aus Paris bekommt ihr durch das kommende Videomaterial!

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