Zusätzlicher

Meisterkurs
Beginn 09.03.2020

aufgrund hoher Nachfrage

Schuljahr 2019

in der 3. Klasse

nur noch wenige Plätze frei !!!

Ich näh `meinen eigenen Weg

Mit dem Modul „Stick und Stepp“ bietet die Modefachschule Sigmaringen ihren

SchülerInnen die Möglichkeit, sich kreativ auszutoben und gleichzeitig ihr

handwerkliches Portfolio zu erweitern. Die Modedesignerin Nora Kühner und der

Textil- und Stickexperte Reiner Knochel begleiten den zweitägigen Kurs als

Coaches. Und vor allem mit ihrer Erfahrung aus der Praxis. Vier TeilnehmerInnen

des Moduls berichten, wie sie den Workshop erlebt haben.

 

„Ich hab’ schon ein paar Erfahrungen, was den Schnitt betrifft. Beim Arbeiten mit

Steppstoffen habe ich aber ziemlich schnell gemerkt, wie schwierig es ist, meine

Ideen mit diesem Material auch umzusetzen. Ich plane ein Kleid mit langer Schleppe

und habe das Ganze schon an der Büste mit Nesselstoff drapiert. Der Steppstoff ist

aber deutlich dicker und darf zum Beispiel beim Nähen nicht überdehnt werden. Im

Modul habe ich gelernt, was ich verändern muss, wenn meine Vorstellungen sich

nicht Eins zu Eins umsetzen lassen. Ich bin flexibler und dadurch auch kreativer

geworden. Was mich außerdem fasziniert hat ist die Erfahrung, wie man zum

Beispiel durch das Nachnähen von Nähten mit Stickgarn extreme Highlights in ein

einfaches Steppmuster setzen kann.“

Lea-Charmaine Reichelt, 18 Jahre, 1. Jahrgang

„Ursprünglich habe ich das Design für diese Jacke bereits für ein anderes Projekt

entworfen, bei dem ich mit einem leichten Stoff gearbeitet habe. Dieses Design

wollte ich nun auf das Modul übertragen. Aufgrund des doch ganz anderen Materials

war mein Entwurf von seiner eigentlichen Optik aber plötzlich ziemlich weit entfernt.

Die Verarbeitung war viel schwieriger, als mit einem leichten Stoff. Nähte etwa

müssen bei Steppmaterial viel besser versteckt werden. Gut, dass ich trotz der

anfänglichen Schwierigkeiten drangeblieben bin und uns die Dozenten auch immer

wieder dazu motiviert haben. Es war cool, dass ich meinen ganz eigenen Weg gehen

durfte. Meine Jacke ist jetzt fertig.“

Pascal Mehlis, 20 Jahre, 2. Jahrgang

 „Insgesamt 24 Taschen finden sich an der gesteppten Bomberjacke, die ich

entworfen habe. Im Moment arbeite ich an der größten Tasche der Jacke, einem

abnehmbaren Rucksack. Jede einzelne Tasche hat übrigens auch eine Funktion und

ist nicht nur zur Deko da, sondern so richtig was für Jäger und Sammler! Ich nehm’

schon zum zweiten Mal an diesem Modul teil, weil wir im regulären Unterricht nicht

mit diesem Material arbeiten. Auf Steppstoff musst du dich komplett einlassen!

Mittlerweile weiß ich auch, dass ich Schnitte größer berechnen muss also sonst, weil

es sonst nicht passt. Stepp ist einfach so voluminös, da fällt alles ganz anders aus.

Wahrscheinlich werde ich mit der Jacke im Kurs nicht ganz fertig. Super, dass

unsere beiden Dozenten uns aber auch über das Modul hinaus mit Rat zur Seite

stehen.“

Celine Walentowski, 19 Jahre, 3. Jahrgang

 „Ich mache die Ausbildung zur Modedesignerin und zur Maßschneiderin und bin

sonst an eher engere Vorgaben gewöhnt. So ohne Limit zu arbeiten, ist mir am

Anfang des Moduls nicht leicht gefallen. Es war eine echte Herausforderung! Zumal

unsere Dozenten uns auch dazu aufgefordert haben, einen ungewöhnlichen Umgang

mit dem Thema Stick und Stepp zu wählen. Meine Jacke spiegelt das jetzt glaube ich

auch ganz gut wider. Sie kann zum Beispiel auf mehrere Arten getragen werden.

Das Cape lässt sich in eine Kapuze verwandeln oder eben auch in einen riesigen,

voluminösen Kragen. Das Flechtmuster am Rücken und die blauen Nähte, die das

Steppmuster wiederholen, setzten wie ich finde ganz besondere Akzente. Ich bin

echt total zufrieden damit und freu’ mich schon darauf, meinen eigenen Entwurf zu

tragen.“

Ana Costiuc, 23 Jahre, 2. Jahrgang

 „Weg von einer eher langweiligen Verarbeitung von Steppstoffen, diesen Ansatz des

Moduls fand ich von Anfang an toll. Obwohl ich natürlich als absolut beginner in

diesem Bereich wusste, dass es nicht einfach werden wird mit dem Material. Man

muss extrem sauber nähen, damit etwa Nahtzugaben wie hier am Kragen meiner

Unisex-Jacke nicht sichtbar sind. Ganz besonders deswegen, weil durch den

gestickten Schriftzug, der bei hochgeklapptem Kragen sichtbar wird, der Fokus auf

genau dieser Stelle liegt.“

Stefan Popoviç, 20 Jahre, 2. Jahrgang

 

Die DozentInnen:

Nora Kühner, Modedesignerin, arbeitet seit vielen Jahren mit Firmen zusammen, die

industriell Steppungen anfertigen. Besonders der kreative Umgang mit dem Material

ist ihr wichtig. Den KursteilnehmerInnen des Moduls macht sie darum Mut, eigene

Zeichen zu setzen und sich nicht mit dem Einfachen zufrieden zu geben. Gleichzeitig

setzt sie auf die Vermittlung fundierter handwerklicher Kenntnisse: „Denn genau

diese Kombination aus Kreativität und Handwerk wird durch nichts ersetzt werden

können.“

Reiner Knochel, Textilexperte, findet es absolut spannend, die Themen Sticken und

Steppen zusammenzubringen. Und stellt fest, dass die Kombinationsmöglichkeiten

noch viel zu wenig bekannt sind. „Wer diese Möglichkeiten in der Ausbildung nicht

kennenlernt, der lässt sich beschränken – nicht nur vom Argument angeblich zu

hoher Produktionskosten.“ Sein Fokus liegt darum auf industriell fertigbarer

Individualität, die sich von Massenware abhebt. Mit kleinen Mitteln große Effekte zu

setzen – das ist seine Kunst. Und die vermittelt er mit Leidenschaft und Erfahrung

aus der Praxis.

Jutta Erb, Modedesignerin und Dozentin an der Modefachschule Sigmaringen,

unterstützte das Modul „Stick und Stepp“ beim Punchen und beim Ausarbeiten der

Stickmotive.


Lea-Charmaine plant ein Kleid mit langer Schleppe. Modul-Dozentin Nora Kühner unterstützt sie bei der Ausarbeitung und in ihrer Kreativität.

#nice 1: gesticktes Hang-Tag als Detail an Pascals Jacke.

Trotz anfänglicher Schwierigkeit ist Pascal dran geblieben. Und hat mit seiner Jacke ein mega Ergebnis abgeliefert. (2; Bild © Pascal)

Eine Jacke für Jäger und Sammler entstand bei Celine.

Die größte Tasche der Jacke ist ein abnehmbarer Rucksack aus Steppstoff. (2)

Beim Nähen musste sich Celine voll und ganz auf das Material einlassen. (3)

Ana hat sich im Modul keine Limits gesetzt. Ihre Jacke spiegelt das wider – und spielt

nicht nur mit Wandelbarkeit, sondern auch mit Raffinessen wie der Flechtoptik oder

den blauen Nähten die das Steppmuster aufpeppen.

Coaching mit Spaß und Know-How vom Profi: Stefan und Modul-Dozent Reiner Knochel (re.).

Der Fokus liegt auf dem gestickten Schriftzug – die besonders saubere Verarbeitung der Nahtzugaben am Kragen war darum besonders wichtig. (2; Bild ©Stefan)

Weg von einer eher langweiligen Verarbeitung des Steppstoffes: mit dieser Unisex-Jacke ist das gelungen. (3; Bild © Stefan)

Ansprechpartner


Michaela
Appel

Assistentin der Geschäftsleitung

+49 (0) 7571 740 117

Christa
Sutter

Aufnahme / stv. Schulleiterin

+49 (0) 7571 740 113

Christiane &
Hartmut Hopf

Beratung + Meisterschule

+49 (0) 7571 740 111

Katrin
Schröter

Sekretariat + Verwaltung

+49 (0) 7571 740 110

Gesine
Hoheisel

Sekretariat + Verwaltung

+49 (0) 7571 740 110

Eine Schule ist nur so gut wie der Erfolg Ihrer Absolventen. Auch ausgiebige Beratung am Telefon, jederzeit, beliebig lange, individuell.