Eigener Rockentwurf

Kurz, lang, symmetrisch, asymmetrisch, elegant, lässig,.. . Das Kleidungsstück, dessen Länge im Auge der Gesellschaft große Vorurteile über die Trägerin hervorbringt. Was kann das nur sein? -Natürlich der Rock.

Das erste Semester der Modefachschule lernt einen Rock zu entwerfen, einen Schnitt zum Entwurf zu erstellen und ihn anschließend zu nähen. Dabei durchgehen wir alle Schritte, die dazu nötig sind. In diesem Blogbeitrag dürft ihr mich bis zur Fertigung meines eigenen Rockes begleiten.

Inspiration
Um einen Rock zu entwerfen, der tragbar und auch modisch ist, bedarf es vor dem Entwurf einer guten Recherche. Um den zukünftigen Trend, was Röcke angeht erfahren zu können, haben wir Schüler zuerst die Trend Forecasting & Analytics Plattform wgsn durchsucht und unsere Inspirationen in Form einer Collage festgehalten. Den aktuellen Trend sollten wir aber auch kennen, da wir unsere eigenen Röcke anschließend nicht für die folgende, sondern die damalige (H/W 2016/17) Saison entwerfen sollten. Hierfür haben wir eine Exkursion in die Innenstadt von München gemacht. In den Geschäften der Landeshauptstadt Bayerns sollten wir nach aktuellen Trends Ausschau halten und wie professionelle Designer das auch tun, die Trends in Form von Skizzen dokumentieren.

Entwurf
Die Rockcollage und die Rockrecherche in München haben die Basis unserer Inspiration gelegt.
Nun ging es an die eigenen Entwürfe. es gab hierbei bestimmte Voraussetzungen, die der Rock erfüllen sollte: er sollte mindestens knielang sein, Eingriffstaschen und einen Reißverschluss haben, wir durften zwischen einem Form- oder einem geraden Bund wählen und der Rock sollte symmetrisch aufgebaut sein.

Ich habe mich von den langen Midi-Röcken inspirieren lassen, die es gerade in verschiedensten Weisen auf dem Mark gibt, wollte meinen Rock aber durch ein eher unübliches dickes und steiferes Material differieren. Außerdem bin ich ein Fan von Passen und musste unbedingt eine Passe integrieren. Als Eingriffstaschen habe ich Französische Eingriffstaschen gewählt, die ich in die Passe eingearbeitet habe. Um dem steifen Rock etwas zu lockern, habe ich ihn unter der Passe ringsum gekräuselt und am Saum eine Teilungsnaht hinzugefügt.

Schnitt
Die technische Zeichnung, die wir als Entwurf im Fach Modeillustration erstellt haben, musste nun noch von der Schnitt- Dozentin abgesegnet werden und schon durften wir in diesem Fach den Schnitt zu unseren eigenen Rockmodellen erstellen. Dies war zwar eine Herausforderung, aber die Stunden der Übung hatten uns in kürzester Zeit Einiges gelehrt. Außerdem standen uns die Lehrer mit Rat und Tat zur Seite.

Realisation
Der Schnitt ist bereit, das was noch fehlt sind die Materialien, die zur Fertigung des Rockes nötig sind: Stoff, Reißverschluss, Garn,…

Um dies musste sich jeder selber kümmern. Meine Wahl fiel auf einen grob gewebten Baumwollstoff in Magenta, der mir sehr gut gefiel.

Zuschnitt
Sobald die Stoffe da waren, konnte mit dem Zuschnitt begonnen werden. Zu meiner Überraschung hat der Zuschnitt einige Stunden gedauert. Nicht zuletzt, da ich meinen Schnitt nocheinmal verändern musste. Der Stoff, den ich gewählt hatte, ist dazu geneigt, stark auszufransen, deswegen wurde mir empfohlen, die Nahtzugaben zu vergrößern. Also musste ich noch einmal über jedes einzelne Schnittteil gehen.

Beim Nähen sollte jeder von uns seine Zeit selber einteilen und die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte selber zusammenstellen. Da wir dies zum ersten Mal machten, lief es nicht immer bei jedem perfekt aber es war auf jeden Fall eine sehr gute Erfahrung, die mir persönlich für meine nächsten Arbeiten einiges gebracht hat.

Die Produktion lief leider nicht wie geschmiert, es gab bei mir immer wieder kleine Probleme. Beispielsweise war das Kräuseln des eher steiferen Stoffes echt kein Zuckerschlecken. Ich stand ewig da und habe versucht, die Kräusel regelmäßig zu verteilenAußerdem musste ich aufpassen, dass es keine Beulen durch mehrere Stofflagen an bestimmten Nähten gab.

Ergebnis
Trotz allen Schwierigkeiten bin ich völlig zufrieden mit meinem Endergebnis. Es gibt nichts Schöneres, als am Ende eines Tages das Produkt seiner investierten Zeit sehen zu können.

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