Abschlusschüler Finalisten beim Catwork Wettbewerb
Lernmittel s Der Catwork Wettbewerb fand dieses Jahr zum 11. Mal statt und wie jedes Jahr in Dresden. Für das Event 2008 wurde die > Zeitströmung Dresden < als Location gewählt, welche für 1000 Gäste Plätze bot.
Das Thema des Catworks 2008 lautete „Inspired by Nature“. Das Unterthema konnte jeder Nachwuchsdesigner selbst wählen. Um sich zu bewerben, musste man vier Entwürfe abliefern und seine genaue Stoffauswahl beschreiben, wobei der Ursprung der Materialien ausschließlich organisch sein durfte.
Von rund 200 Einsendungen wurden 20 Finalisten aus ganz Europa ausgewählt. Nun hatte jeder Designer knappe acht Wochen Zeit, Stoff zu beschaffen und seine Entwürfe zu realisieren.
Eine renommierte Fachjury bestehend aus Tom Rebl (Gründer & Designer), Alexandra von Schledorn (Stellv. Chefredakteurin Burda Modemagazin), Brigitte Stepputtis (Head of Couture Vivienne Westwood London), Udo Walz (Starfriseur und Botschafter für LÒréal Professional), Gerd Müller (Tomkins Geschäftsführer Deutsches Modeinstitut Köln), Petra Hoffmann-Stahl (LÒréal Directrice Technico Commercial & Education Manager), Georg Günther (Geschäftsführer VSM D A CH/PFAFF), Katrin Leiberg (Korrespondentin SPORTSWEAR INTERNATIONAL), Gregor Clemens (LAC ET MEL BY Gregor Clemens) und Veranstalter Ronald Brendler (Visagist) nahmen am Morgen des Events eine Vorjurierung vor. Die Designer mussten ihre Kreationen der Fachjury präsentieren und anschließend wurden die Kleidungsstücke in Abwesenheit der Designer beurteilt.

Die Preise:
Der L'ORÈAL Award, so hieß der erste Platz, war ein Preisgeld von 5000 Euro, ein Flugticket der Deutschen Lufthansa, eine Pfaff Nähmaschine sowie ein Praktikumsplatz bei Vivienne Westwood.
Der zweite Platz trug den Namen Florena Award und wurde mit einem Preisgeld von 3000 Euro honoriert, dazu ein Flugticket der Deutschen Lufthansa, eine Pfaff Nähmaschine sowie ein Praktikumsplatz bei LAC ET MEL.
Der Pfaff Award war der dritte Platz und wurde belohnt mit 2000 Euro, einem Flugticket der Deutschen Lufthansa und einer Pfaff Nähmaschine.
www.catwork.de




Kollektion Marglytta



Bei meiner Kollektion „Marglytta“ habe ich mich von Quallen inspirieren lassen. Insbesondere die gepunktete Wurzelmundqualle mit ihren lichtbrechenden Punkten und zottigen Armen galt als mein Ausgangspunkt. Plissierter und zum Teil handgefärbter Seidenchiffon soll das Fließende und Transparente der Quallen symbolisieren. Der Effekt des Leuchtens und Schimmerns wird durch in gebauschten Chiffon eingearbeitete Leuchtdioden erbracht. Das erste Outfit ist ein Minikleid mit langer Schleppe. Ich habe fein plissierten, weißen Chiffon verstürzt und LEDs eingearbeitet, und dies dann an eine Korsage drapiert. Die Schleppe ist handegefärbt. Das zweite Teil meiner Kollektion ist ein Catsuit aus Plissee, mit gefärbtem Hosensaum und leuchtenden Drapierungen in der Taille. Mein drittes Outfit ist wieder ein drappiertes Kleid, teilweise gefärbt, mit langer, leuchtender Schleppe. Das Coutureoutfit besteht aus dem vorgegebenen Seidenchangeant. Dieser bildet, in Falten gelegt, ein enges Bustierkleid mit angesetztem Chiffonsaum. Das Outfit wird durch eine Halskrause komplettiert, an welcher lange Chiffonbänder mit Leuchtdioden angebracht sind.



Kollektion Trauerweide




Asiris
Ein Zeltartiges Gewand aus reinem Leinen wurde von „Ästen“ aus einem Seidendoupion gehalten. Im Abschluss mit Pfauenfransen versehen, die die feinen Blätter der „salix alba tristis“ verkörpern sollte. Mit diesem Gewand wollte ich das Atemberaubende Erscheinungsbild der Trauerweide darstellen und eine Assoziation zu Geborgenheit und Schutz, die die Trauerweide mit ihren weit ausladenden Ästen schenkt, vermitteln.

Nijura
Ein Corsagenkleid aus Seidendoupion. Mit geschwungenen Streifen im Wechsel aus Seidendoupion und Crêpe Satin, die von Hand andrapiert wurden, sollten den Stamm der Trauerweide feminin repräsentieren. Der Kopfschmuck sollte die Verästelungen der Trauerweide symbolisieren und war ebenfalls aus Seidendoupion und Pfauenfransen gefertigt.

Kaveh
Genau wie bei dem Modell „Nijura“ war der Stamm der Trauerweide ausschlaggebend. Die Hose des Herrenmodells sollte die maskuline Art des Stammes widerspiegeln. Mit den auseinander fallenden Streifen wollte ich den Übergang der mächtigen Wurzeln schaffen, und zur Unterstützung wählte ich ein aussagekräftiges Material wie dem Cotton Velours (Baumwollsamt). Die Hose ist eine Art Short. Die anschließend mit selbst gefertigten, unterschiedlich breiten Streifen bestückt wurde und von Hand an staffiert. Im Kontrast dazu und mit vollster Absicht verwendete ich ein eher feminin erscheinendes Material wie dem Crêpe Chiffon für das Oberteil. Mit dünnen Streifen aus einem drei Ton Seidentaft, die an die filigranen Verästellungen der Salix alba tristis erinnern sollten.

Auraya
Eine Corsage aus einem Meer von Pfauenfransen woraus der Unterbau aus Seidendoupion und Crêpe Satin bestand. Die Corsage sollte schlicht weg die Trauerweide darstellen mit ihren müde wirkenden Ästen. Der Rock, der aus dem gestellten Seidendoupion im Changeant Effekt gefertigt ist, sollte die Gewässer zur Schau tragen, an denen sich die Trauerweiden wohl fühlen.






 

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